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Mooster

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Nordöstlich von Marnitz erstreckt sich eine ausgedehnte flache Heide-und Moorlandschaft. Diese Fläche wird die „Mooster“ genannt. Sie ist ein Teil eines Staubeckens, das sich hier am Ende der Eiszeit bildete. Das von Norden bzw. Nordosten kommende Schmelzwasser konnte wegen der südlich von Marnitz vorhandenen Endmoräne(Ruhner Berge) zunächst nicht entweichen und sammelte sich in Form eines Sees. Als Reste des Staubeckens kann man die beiden Seen des Gebietes, den Sabelsee und den Treptowsee ansehen.

 

Bei den Ruhner Bergen finden wir das Quellgebiet des Moosterbaches. Dort entspringen überall kleinere Bäche, die sich dann in der Moosterniederung zu einem fließenden Bach vereinen. Die Mooster durchfließt in einer Länge von 14 km die Gemeinden Marnitz, Siggelkow, Tessenow und Suckow um in der Elde bei Groß-Pankow zu münden.

 

Vielerorts wurde der Bach begradigt und trotzdem gehört der Moosterbach zu den interessantesten Flüssen im Kreis Parchim. Im Moosterbach kommen Aal, Aland, Döbel, Schleie, Karpfen, Hecht, Brachsen, Barsch, Kaulbarsch, Plötz, Rotauge, Güster und Stichling und auch das stark gefährdete Bachneunauge vor.Seit einigen Jahren ist auch eine größere Population Nutria vorhanden.

 

Von der Moosterniederung berührte Dörfer sind Suckow, Marnitz, Mooster, Malow, Tessenow, Siggelkow und Groß Pankow. Nicht mehr vorhandene Dörfer sind Damoster, Kummin und Mühlenberg.

 

Die Moostergegend ist zu allen Jahreszeiten sehenswert. Von Frühjahr bis zum Spätherbst aber auch im Winter kann man das ausgedehnte Gebiet bewundern, mit den Naturdenkmälern, Laub-, Misch-und Nadelwaldgebieten. Außerdem können dem Touristen durch bedeutsame Fundstätten und Sehenswürdigkeiten dieser Region näher gebracht werden. Aber auch die einzigartigen Badeseen wie der Treptow-und der Blanksee bieten Erholung pur.

1909

Der Forstmeister Ehlers regte an in der Nähe der Moostertannen zwei Forstarbeiter anzusiedeln und damit den Anreiz zum weiteren Siedeln zu geben. Der Antrag wurde aber abgelehnt.

 

Der Zimmermeister Burow aus Lübz wurde von dem Landdrosten (Amtmann) Bierstedt für die Siedlung interessiert. Im Dezember 1909 verpflichtete sich Burow zum Bau zweier Siedlungen. Auch die Mecklenburgische Ansiedlergesellschaft führte die Urbarmachung und Besiedlung einiger Moosterländereien durch und so konnte schon damals als eine der ersten Siedlungen in Mecklenburg überhaupt die Mooster neu kolonisiert werden.

1925

im Februar wurden für die Mooster Bekanntmachungskosten bewilligt.

 

Seinen Namen hat der Ort von der Wiesengegend(Die Mooster) in der er sich befindet.

 

Auszug aus dem Gemeindebericht von 1933:

Das Dorf Damoster wird schon zur Wendenzeit bestanden haben, den der Name ist unzweifelhaft wendisch. Der erste Teil des Wortes kommt in mecklenburgischen Ortsnamen öfter vor und bedeutet Eiche. Der zweite Teil bedeutet Brücke. Damoster wird also wohl an einer Eichenbrücke am Moosterbach gelegen haben. Der Name mag auch zusammenhängen mit dem Eichenwald, der in der Mooster 1651 bezeugt ist.

 

Auf dem Acker zwischen dem Weg nach der Suckower Mooster und dem Moosterbach liegen bald einzeln, bald gehäufter graue Topfscherben deren Färbung anzeigt, das sie aus dem Mittelalter stammen, vielleicht aus der Zeit um 1400. Auf diesem Ackerstücken sind auch zuweilen angebrannte Mauersteine herausgepflügt worden.

 

Aus Damoster konnte im Volksmund leicht „de Mauster“ werden und daraus wieder hochdeutsch „die Mooster“.